Als Kind in Deutschland erlebte sie durch die Judenverfolgung – und später in Südafrika durch die Apartheid – Ungerechtigkeit und Hass. Deshalb leistet sie heute als Zeitzeugin durch Lesungen und Vorträge, insbesondere an Schulen, unermüdliche Aufklärungsarbeit, damit so etwas nicht wieder passiert.
Die Familie war Eigentümer des Kaufhauses Löwenthal (heute Peek & Cloppenburg) in Aschaffenburg.
Ruth Weiss war 1999 und 2002 als Zeitzeugin zu Besuch an unserer Schule.
Im Jahr 2005 wurde sie für den alternativen Friedensnobelpreis nominiert.
Ihre Lebensgeschichte brachte es mit sich, das sie in vielen Ländern lebte und arbeitete – jedoch nicht immer freiwillig. Wenn man es nun Aufenthalte nennen will – wo war sie dann eigentlich “Zuhause“? |
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Ich hoffe, dass die jungen Frauen, die diese Ruth-Weiss-Realschule besuchen,
etwas mit dem neuen Namen ihrer Schule verbinden, das mir sehr am Herzen liegt
und mein Leben stets begleitet hat:
Nicht aufgeben, auch nach schlimmen Rückschlägen wieder aufstehen,
nicht zurückblicken, weitermachen und guten Mutes bleiben.
Man darf nicht auf die Vergangenheit blicken und nach der guten alten Zeit seufzen.
Das bedeutet nicht, dass man alles vergessen soll, was einmal war,
doch man muss mit dem Schlimmen fertig werden
– auch Abbitte tun, wenn das erforderlich ist – aber es nicht als
Last in die Gegenwart mitnehmen. Auf dem Guten, das einmal war,
kann und soll man Neues aufbauen.
Nicht verzagen! Darum bitte ich. |